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Heimarztbesuch

Wir treffen uns vor dem Lorrainenhof, es ist 0950 und Zeit für den Heimarztbesuch. Wie jeden Freitag, also einmal in der Woche macht die Heimarztpraxis einen Arztbesuch. Zuerst besuchen wir das Stationszimmer, wo das Pflegepersonal ihre Büroräumlichkeiten hat und alles Administrative erledigen kann. Da übergibt uns die Stationsleitung bei einem Kurzrapport die Liste der Patienten die einen Arztbesuch wünschen und alle nötigen Informationen. Medikationen, Hospitalisierungen und Wunden werden besprochen, die enge Zusammenarbeit zwischen Pflege und dem ärztlichen Personal ist unerlässlich. Ein Vorteil von wöchentlichen Treffen ist, dass man sich kennt, man spricht sich mit Vornamen an und fragt nach wie es geht.

Nach dem Rapport geht es zur eigentlichen Arbeit. Die Ärztin Frau Dr. med. Dadelahi, die MPA und ich gehen auf die Runde, von Zimmer zu Zimmer, von Bewohnerin zu Bewohner, an diesem Freitag sind es nicht viele. Sechs Patienteninnen und Patienten haben wir besucht, an einem anderen Freitag können es auch mal zwanzig sein. Alle haben unterschiedliche Beschwerden und Wünsche, mal geht es um eine Wunde, mal um das allgemeine Befinden, mal wird einfach einen Kontakt gewünscht. Jeden Bewohner spricht sie mit dem Nachnamen an und fragt wie es den gehe, man merkt, dass sie alle persönlich kennt. Die Gespräche mal länger, mal kürzer je nachdem was der Betroffene auf gerade bedrückt, es ist wie ein normaler Arztbesuch, der einzige Unterschied ist, hier kommt die Ärztin ins Bewohnerzimmer.

Die Heimarztpraxis bietet viele Vorteile, die behandelnde Ärztin kennt das Umfeld, ist im regelmässigen Kontakt mit der Pflege und kommt wöchentlich vorbei um sich nach dem Befinden aller Bewohner zu erkundigen. Die Heimarztpraxis ist ein Gewinn und ein Versprechen für die Zukunft für das Schweizer Gesundheitswesen.

 

 

 

 

David Isenschmid

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