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Wer die Wahl hat, hat das Wohlbefinden

Interview mit Thomas Mattmann, CEO, Klinik Hohmad

Im Kanton Bern gibt es verschiedene Spitäler. Wie positioniert sich die Klinik Hohmad im Vergleich zu diesen und welche Rolle nimmt sie in der Spitallandschaft ein?

Thomas Mattmann: Die Klinik Hohmad ist Teil der sogenannten «Spitalliste», was bedeutet, dass wir einen offiziellen Leistungsvertrag mit dem Kanton Bern abgeschlossen haben und allen Patientinnen und Patienten offen stehen. Wir sehen unser Angebot als Ergänzung zum Spital Thun und den weiteren Spitälern im Berner Oberland.

Dabei zählen Sie zur Kategorie der elektiven Spitäler. Was bedeutet dies?

Elektive Spitäler bieten im Gegensatz zu den Basisspitälern nicht alle Eingriffe an und verfügen nicht über eine Notfallaufnahme.

Wer einen Wahleingriff machen lassen will, ist hier allerdings an der richtigen Stelle.

Unser Angebot ist vielseitig, und in einigen Fachgebieten bieten wir sogar Spezialisierungen, welche bei den anderen Spitälern weniger ausgeprägt sind. Allerdings leiten wir – je nach Komplexität und Spezialisierung – auch Patientinnen und Patienten an diese weiter.

Sie haben Spezialisierungen genannt, die in der Region einzigartig sind. Können Sie Beispiele nennen?

Unsere Klinik ist seit Jahren bekannt für Operationen an den Augen oder an der Schilddrüse, und das soll auch in Zukunft so bleiben.

Sie haben das Wort «Privat» vor der Klinik gestrichen. War dies ein bewusster Schritt?

Ja, denn es könnte falsch verstanden werden, nämlich so, dass nur privat versicherte Patientinnen und Patienten aufgenommen würden. Mit dem neuen Auftritt betonen wir, dass alle Menschen in der Klinik Hohmad willkommen sind, unabhängig von Versicherungsgrad, Wohnort oder anderen Kriterien.

In den Medien ist in diesem Zusammenhang häufig das Wort Wahlfreiheit zu lesen. Lesen die Patientinnen und Patienten ihr Spital tatsächlich selbst aus?

In den meisten Fällen wird dies durch die Zuweiser gemacht, also die Hausärzte und Spezialisten. Allerdings beobachten wir immer häufiger, dass Patientinnen und Patienten die Wahl beeinflussen oder sogar fällen. Dies wird unter anderem durch die zunehmende Digitalisierung gefördert, wo sich die Bevölkerung über die Spitalangebote informieren kann. Auch wer schon einmal in der Klinik Hohmad war, wählt diese gerne mal wieder, wie wir aus Umfragen wissen.

In diesen Umfragen wird dabei häufig die familiäre Atmosphäre als Grund angegeben. Was macht diese aus?

An erster Stelle steht die persönliche Rundumbetreuung. Weil ausschliesslich Belegärzte in der Klinik Hohmad operieren, kennen diese ihre Patienten und betreuen sie von der Vorbesprechung bis zur Nachbetreuung. Diese familiäre und vertraute Note zieht sich auch in der Pflege und in den anderen Bereichen weiter, wo vor allem langjährige Mitarbeitende tätig sind.

Dazu kommt, dass für stationäre Aufenthalte nur gerade 25 Betten zur Verfügung stehen.

Das stimmt, allerdings ist dazu zu sagen, dass der Anteil ambulanter Eingriffe in der Klinik Hohmad schon immer vergleichsweise hoch war. Damit haben wir einen gewissen Vorsprung gegenüber anderen Institutionen, die sich erst auf diese neue Vorgabe des Gesetzgebers einstellen müssen.

Das heisst, dass künftig immer mehr Eingriffe ohne Spitalaufenthalt durchgeführt werden sollen?

Die Entwicklung soll gemäss Bund und Kantonen klar in diese Richtung gehen. Gerade deshalb ist das Vertrauensverhältnis mit den Patientinnen und Patienten immer wichtiger.

Artikel von Patrick Schmed, Jungfrau Zeitung

www.klinikhohmad.ch

Nr. 169572, online seit: 1. Dezember – 09.00 Uhr

Cornelia Ryf

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