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Wo Blumen blühen lächelt die Welt – Blumenladen Hohmad

Thun, 2.7.2018

Interview mit Hélène Forrer, Floristin, Blumen Hohmad, Thun

Die Diagnose einer bevorstehenden Operation oder einer schweren Krankheit löst bei vielen Betroffenen Gefühle wie Hilflosigkeit, Niedergeschlagenheit und Angst aus. Das ist mehr als verständlich. Was kann man tun, um diese schwierige Zeit eines Spitalbesuches zu erhellen?

Die Floristin, Hélène Forrer, leitet den Blumenladen in der Klinik Hohmad in Thun. Sie trifft jeden Tag Menschen, die für eine Untersuchung, eine Operation oder einen Arztbesuch bei ihr am Blumenladen beim Eingang der Klinik Hohmad vorbeikommen.

CR: Sie sind Floristin und arbeiten in einer Klinik. Dieser Arbeitsort ist für eine Floristin eher aussergewöhnlich. Sie sehen oft kranke Menschen, die im Spital sind oder zu einer Untersuchung gekommen sind. Was beobachten Sie, wenn Sie diesen Menschen begegnen?

HF: Zuerst fällt mir auf, dass die Menschen sehr erstaunt sind, wenn sie in die Klinik reinkommen. Die meisten Besucher sind sehr überrascht, zuerst die vielen Blumen zu sehen. „Dies sieht ja mehr aus wie in einem Blumenladen und nicht wie in einer Klinik“, ist oft ihre erste Reaktion. Doch beim Klinik-Eintritt haben sie noch keine Zeit für die Blumen. Erst während dem Spitalaufenthalt oder beim Austritt kommen sie dann bei uns im Blumenladen vorbei. Schon öfters haben sich Patientinnen gegenseitig auf der Abteilung Blumen geschenkt. Das finde ich schön.

Wir haben auch viele externe Besucherinnen und Besucher, die spontan sowohl Blumen wie auch Accessoires kaufen und diese weiter verschenken.

CR: Haben Blumen einen Einfluss auf das Wohlbefinden von kranken Menschen?

 HF: Ich habe festgestellt, dass Blumen einen Einfluss auf die Emotionen haben. Die schönen Farben und Düfte lösen Freude aus und verschönern die Atmosphäre. Zudem stimulieren ihre Düfte die Sinne. Es riecht nicht so sehr nach Desinfektionsmittel. Auf Berndeutsch gesagt: „Äs spitälälet nid.“ Im Gegenteil, die Blumendüfte lösen gute Gefühle aus. Ausserdem beeinflussen Pflanzen und Blumen die menschliche Psyche. Dies erlebe ich immer wieder, wenn ich die Patientinnen und Patienten auf der Terrasse des Cafés im grossen Garten hinter der Klinik treffe. Sie sind dann oft entspannter als bei Ihrer Ankunft.


CR:
Worin sehen Sie den Sinn in Ihrer Arbeit?

 HF: Als Floristin in der Klinik Hohmad zu arbeiten, macht für mich umso mehr Sinn, da es nicht nur darum geht, die materiellen Bedürfnisse der Menschen zu stillen. Im Gegenteil kann ich kranken Menschen eine Freude bereiten. Kürzlich musste eine Bekannte von mir zu einer Augenuntersuchung in die Augenarztpraxis Hohmad kommen. Sie war in einer Extremsituation und sehr angespannt. Sie hat sich über unsere Begegnung sehr gefreut und für einen Moment ihre Diagnose vergessen.

CR: Neben dem Blumenladen betreut Ihr Team auch das Café der Klink Hohmad. Wer sind Ihre Gäste?

 HF: Das Café ist offen für jedermann. Wir freuen uns auch über den Besuch von externen Gästen. Die Kombination von Blumenladen und Café ergänzt sich sehr gut. Wir kreieren die Dekoration für das ganze Haus und nehmen ihm damit die Spitalatmosphäre. Die Patientinnen und Patienten schätzen die spezielle Ambiance. Sie fühlen sich gesünder, wenn Sie ihren Kaffee auf der Terrasse trinken. Damit haben wir doch einen wesentlichen Beitrag zur Genesung unserer Patientinnen und Patienten beigetragen. 

CR: Ich danke Ihnen für das offene Gespräch und wünsche Ihnen weiterhin viel Freude bei Ihrer Arbeit.

Text von Cornelia Ryf, Leiterin Marketing & Kommunikation, Medaxo

Öffnungszeiten auch für externe Kunden:

Blumen Hohmad

Klinik Hohmad

Hohmadstrasse 1

3600 Thun

www.klinikhohmad.ch

klinikhohmad.ch/klinik-hohmad/blumenatelier/

Cornelia Ryf

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