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Zeckenimpfung nötig?

05.06..2018

Die kleinen Blutsauger, die ab dem Frühjahr in der Natur auf uns lauern, können schwere Krankheiten übertragen. Deshalb lassen viele eine Zeckenimpfung über sich ergehen. Doch die hilft nicht gegen alle übertragenen Erreger.

Hier finden Sie ein paar Anhaltspunkte zu den häufigsten Erkrankungen im Zusammenhang mit einem Zeckenbiss und eine Empfehlung, wann eine Impfung sinnvoll ist und wann nicht.

Erkennungsmerkmale der Zeckenbisse (FSME oder Borrelieose?)

Zecken übertragen bei uns hauptsächlich zwei Krankheiten, einerseits die sogenannte Frühsommermeningoencephalitis (FSME), welche durch Viren übertragen wird. Je nach Region sind die vorhandenen Zecken mehr oder weniger von diesen Viren befallen. Wie der Name sagt, sind die Symptome der Krankheit entsprechend einer Hirnhautentzündung (Meningitis) oder einer Hirnentzündung (Encephalitis), und sie tritt gehäuft in den Frühsommermonaten auf. Die Symptome können von Kopfschmerzen, Müdigkeit, Fieber, Lähmungserscheinungen bis zu Krampfanfällen gehen. Im Kleinkindesalter verläuft die Krankheit meist ohne Komplikationen. Die Impfung ist empfohlen ab dem Alter von 6 Jahren für Bewohner der Endemiegebiete [die untenstehenden Risikogebiete, Anm. d. Red.] und Personen, die sich zeitweise dort aufhalten.

Die zweite Krankheit ist die Borrelieose, eine Bakterienkrankheit, die mit Antibiotika behandelt werden muss und sich durch ringförmige Hautrötung und im Verlauf durch Gelenksentzündung oder chronische Hirnhautentzündung präsentieren kann. Gegen diese Krankheit existiert keine Impfung, sie kann jedoch mit Antibiotika behandelt werden.
Die Krankheiten kommen in folgenden Regionen im Kanton Bern gehäuft vor: Belp, Münsingen, Steffisburg, Laupen, Kriechenwil, Erlenbach i.S. und vorderes Simmetal, Gampelen, Grosses Moos, Lyss, Steffisburg, Thun-Spiez-Frutigen. Aktuellste Auskünfte erhalten Sie in der Praxis.

Was raten Fachpersonen?

Fachpersonen raten deshalb dazu, sich nur einer Zeckenimpfung zu unterziehen, wenn man oft in einem der Risikogebiete für FSME unterwegs ist. So empfiehlt der Mediziner Dr. med. Lars Heine von der Hausarzt- und Reisemedizin-Praxis Hohmad in Thun:

«Alle erwachsenen Personen sowie Kinder im Allgemeinen ab 6 Jahren, welche in Endemiegebieten [die obigen Risikogebiete, Anm. d. Red.] wohnen oder sich dort zeitweise aufhalten, sollten sich gegen FSME impfen lassen. Eine Impfung erübrigt sich für Personen, die kein Expositionsrisiko haben.»

Die wichtigsten Downloads finden Sie hier: www.klinikhohmad.ch/praxen/hausarztpraxis/

David Isenschmid

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